Durchgelesen: The Rook

By | 15. März 2017

The RookÄhnlich wie in meiner Durchgespielt-Rubrik werde ich in Durchgelesen Rezensionen zu Büchern schreiben, wobei ich mich auf nerd-relevante Literatur einschränken werde. Da das aber gut 90% meiner Lektüre betrifft, sollte sich hier reichlich besprechen lassen.  Diesmal ein Buch, welches es leider bisher nicht auf Deutsch übersetzt gibt, was verdammt schade ist: The Rook von Daniel O’Malley.

Ich habe eine Schwäche für Bücher, die sich mit dem Übernatürlichen in Großbritannien beschäftigen, so viel vorab. Angefangen mit Harry Potter, und dann ganz dicht gefolgt von der ‘Die Flüsse von London‘-Reihe reiht sich nun eine weitere Serie zu meinen Highlights, und damit hatte ich vor der Lektüre wirklich nicht gerechnet.

Der magische Secret Service Ihrer Majestät

The Rook ist eine Amnesie-Story, die mich vom ersten Moment gepackt hat. Unsere Protagonistin ist Myfanwy Thomas, die zu Anfang des Romans ohne Erinnerung zu sich kommt. Und zwar mit rauen Lippen, zwei blauen Augen, und umringt von Leichen. In den Taschen ihres Mantels findet sie Briefe, die an sie adressiert sind, und zwar von der ursprünglichen Eigentümerin dieses Körpers. Myfanwy ist Agentin des Checquy, eine Organisation, die Großbritannien vor übernatürlichen Gefahren schützt, im Auftrag der Queen. Myfanwy hat den Rang eines Rooks, also einem Turm im Schachspiel, und alle Ränge innerhalb der Organisation sind analog zum Schachspiel.

Dank der Briefe der alten Myfanwy weiß die neue Herrin im Körper, dass jemand am Hof der Chequy sie verraten hat. Aber wer aus der illustren Runde war dies nun? Dazu kommt noch eine ominöse Gruppe aus Belgien namens Grafters.  Unter Einsatz gefährlicher Experimente beginnen sie mit der Invasion Großbritanniens.

Die Briefe begleiten Myfanwy durch die gesamte Story, in der sie versucht, trotz ihrer Amnesie am Hof klarzukommen. Wir erfahren ganz viel über die Magie-Schule, in der Myfanwy aufgewachsen ist und erleben grauenhafte Monster der Grafters. Dazu kommen ganz schön schräge Kollegen, die sehr bizarre Fähigkeiten haben. Letztendlich kommen wir dem Verräter auf die Schliche.

Das ganze ist extrem erfrischend geschrieben, mit sehr trockenem Humor, den ich toll fand. Ich war auf jeden Fall von Anfang an gefesselt. Der Mystery-Teil ist so toll, dass ich nicht von allein darauf gekommen bin, wer denn nun der Verräter war.  Die Protagonistin erlebt man eigentlich zweimal: einmal vor der Gehirnwäsche, und dann als aktive nach der Gehirnwäsche, und sie fühlen sich beide als eigenständige Charaktere an. 

Fazit

Du traust Dich an englischsprachige Bücher heran, und hast gegen ein bisschen Humor in der Fantasy nichts einzuwenden? Dann möchte ich Dir The Rook von ganzem Herzen empfehlen.  Von mir gibt’s jeden falls satte 5 Sterne.

Genre: Fantasy
Serie: The Checquy Files
Vergleichbare Serien: Die Flüsse von London, Die Dunklen Fälle des Harry Dresden

Bewertung (5 / 5)

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