RPG-Blog-o-Quest #20 – RollenBrettspiel

By | 10. Mai 2017

Im Monat Mai stellt Klaus von Spiele im Kopf die Fragen zum Blog-o-Quest, und sein Thema sind die verschwimmenden Grenzen zwischen Brett- und Rollenspiel. Dann mal los!

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Die Fragen und Antworten

  1. Hast Du bereits ein Brettspiel gespielt, dass Dir ein vergleichbares Erlebnis wie ein Rollenspiel vermittelt hat?Nein, noch nie. Ich habe zwar schon viele rollenspielähnliche Brett- und Kartenspiele gespielt, wie z.B. Die Legenden von Andor, das Pathfinder Abenteuer-Kartenspiel oder Spiele der Arkham Files Serie, z.B. Arkham Horror. In diesen Brettspielen steuert man Charaktere, die teilweise auch einen Stufenaufstieg erleben und stärker werden. Das ist zwar ganz cool, aber man versetzt sich doch nie so tief in einen Charakter wie es beim Rollenspiel passiert. Ich finde, diese Art von Spiele sind ein toller, softer Einstieg in Rollenspiele. Wer Die Legenden von Andor sehr gern mag, der hat sicherlich prinzipiell auch Reiz am Rollenspiel.
  2. Brettspiele buhlen gerade auf Kickstarter mit opulenter Ausstattung wie Miniaturen, Spielbrettern und Markern. Hast Du schon ein Brettspiel für Komponenten ausgeschlachtet, die Du dann im Rollenspiel eingesetzt hast?Ebenfalls noch nie. Ich habe gar keine Brettspiele mit Wahnsinns-Komponenten, wobei mich so etwas wie Gloomhaven tendenziell schon reizt. Aber ich bin zu geizig, um bei solchen Brettspiel-Kickstartern mitzumachen. Allein die Versandkosten für so einen Brocken, nein danke. Wobei ich mich gerne eines besseren belehren lasse. Empfehlungen für absolut tolle opulente Brettspiele nehme ich gerne entgegen. Die Star Wars Geschichten mit Minis sollen ganz cool sein, oder?
  3. Boxen im Vergleich

    Einmal eine coole Box, einmal eine richtig billige Pappschachtel.

    Spinnen wir diesen Gedanken weiter: Einige Systeme bieten inzwischen Einsteigerboxen an, die eben mit Bodenplänen, Markern oder fertigen handlichen Beispielcharakteren das Erlernen eines neuen Rollenspiel greifbarer machen. Vermisst Du in diesen Produkten noch weiteres hilfreiches Material, oder sähest Du vielleicht gern, dass weiterführende Publikationen das Boxkonzept mit beigefügten Komponenten fortführten?

    Ich finde die Ausstattung der beiden Einsteiger-Boxen, die ich bis jetzt getestet habe, ziemlich cool. Das deckt für den Start sicherlich alles ab, was man so braucht. Ich habe mir die Pathfinder-Box damals wegen der Flip-Mat und der Pawns gekauft. Das Abenteuer wurde zwar nie gespielt, aber bereut habe ich den Kauf nie. Allein der Bodenplan war Gold wert. Von der Ausstattung der Einsteigerbox von Star Wars: Am Rande des Imperiums bin ich auch sehr angetan. Alles sehr schick, bis auf die Schachtel an sich. Die ist nämlich Schrott.

    Ansonsten finde ich, dass eine Einsteigerbox halt Appetit auf mehr machen soll, und zwar auf das jeweilige Grundregelwerk. Ich denke nicht, dass nach dem Einstieg noch eine Box folgen sollte.

  4. Einige der beliebtesten Rollenspielwelten wie z. B. DnD, DSA oder Warhammer setzen parallel auf Brettspielumsetzungen. Kommt bei Dir auch davon etwas regelmäßig auf den Spieltisch?Nö, davon habe ich gar nichts. Das einzige Brettspiel zum Rollenspiel, welches ich habe ist das Pathfinder Abenteuerkartenspiel Unter Piraten. Das ist eine echt coole Umsetzung des Abenteuerpfads in ein Kartenspiel. Leider hasst meine bessere Hälfte dieses Spiel, was mir völlig unerklärlich ist. Dementsprechend kommt es nie auf den Tisch. Ich sollte nochmal ein paar Solo-Runden angehen, oder mal Runden ohne sie organisieren.
  5. Als Abenteuermodul für das Rollenspiel ein alter Hut, bei Brettspielen ein neuer Trend und als Abzocke verschrien: Kampagnen- und Einmal-Spiele wie zum Beispiel Pandemic Legacy, T.I.M.E Stories oder Escape Rooms wollen neben einem einmaligen Spielerlebnis erst gar keinen Wiederspielwert bieten. Reizen Abenteuermodule und derartige Brettspiele Dich dennoch?
    Jaaaa. Ich habe ja schon einen begeisterten Bericht über Pandemic Legacy geschrieben. Ich war anfangs absolut skeptisch, aber es ist definitiv toll. Außerdem sind mindestens 12 Partien eine stolze Zahl für ein Brettspiel. Wir haben viele Brettspiele, die wir sicherlich noch nicht ein Dutzend Mal gespielt haben. Auch T.I.M.E Stories möchte ich unbedingt irgendwann ausprobieren. Das kannte ich bis zu diesem Blog-O-Quest noch gar nicht. Finde den Spielbericht von Jaegers.net aber sehr spannend. Escape Room Brettspiele finde ich dann aber wieder komisch, da mache ich lieber einen richtigen Escape Room für die noch coolere Erfahrung.

Bonusfrage: DnD 5e erscheint dieser Tage überraschend in einer deutschen Fassung. Hast Du auch Interesse an einer Übersetzung der aktuellen DnD-Brettspiele wie etwa Lords of Waterdeep oder Dungeon?

Klaro, übersetztes Zeug ist immer cool. Ich habe keinerlei Probleme mit der englischen Sprache, aber in unserem Brett- und Rollenspiel-Freundeskreis können nicht alle Leute fließend Englisch sprechen oder lesen. Deswegen habe ich z.B. neben meinem ganzen Numenera-Kram auf Englisch auch die deutsche Box von Uhrwerk. Lords of Waterdeep soll ja ein ganz cooles Worker-Placement Spiel sein, hat mir in Tabletop schon ganz gut gefallen.

Die Blog-O-Quest

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  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um das sich die Fragen drehen.
  • Über die Zusendung Eurer Links, per Mail, Kommentar, usw. erfreuen die Macher sehr. Oder man verabredet hier eine eigene Queste.
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, die Fragen zu beantworten, ist herzlich willkommen.
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