Durchgelesen: Eona – Drachentochter (Eona #1)

By | 7. August 2017

Eona - DrachentochterDieser YA-Roman hat mir sehr gut gefallen. Für mich war der Roman eine seltsame Mischung der Drachenreiter von Pern mit Mythen aus dem feudalen China oder Japan. Unsere Protagonistin ist Eona, ein 16-jähriges Mädchen, das durch einen Unfall zum Krüppel wurde. Jedoch hat sie magische Talente. Sie ist in der Lage, alle Himmlischen Drachen zu sehen, die dem Kaiserreich der Himmlischen Drachen beistehen. In jedem Jahr steigt ein anderer Drache auf und wählt einen neuen Lehrling, ein sogenanntes Drachenauge. Der vorherige Lehrling wird bei der Wahl eines neuen Lehrlings automatisch zum Lord benannt, der dem Rat der Drachenaugen ein Jahr vorstehen wird. Die Wahl des nächsten Lehrlings des Ratten-Drachen steht bevor, und Eona nimmt am Training für die Zeremonie teil. Jedoch gibt es ein großes Problem: nur Jungen dürfen an der Zeremonie teilnehmen. Eona und ihr Meister verbergen ihr Geschlecht, damit sie eine Chance bekommt, und sie ist allen nur als Eon bekannt.

Während der Zeremonie wird Eon fast vom Ratten-Drachen auserwählt, aber etwas ungewöhnliches passiert. Der verlorene 12. Drache, der Spiegeldrache, der seit 500 Jahren verschollen war, wählt Eon aus, und da es keinen Lehrling gibt, ist Eon plötzlich Lord, gemeinsam mit dem machthungrigen und gewalttätigen Lord Ido des Ratten-Drachen.

Ein Bürgerkrieg droht, weil Ido und der Bastard-Bruder des Kaisers versuchen, den Kaiser zu stürzen, und nur Eon und der Spiegeldrache können sie aufhalten.

Mir hat Eonas Geschichte wirklich gut gefallen. Man muss politische Intrigen in seiner Fantasy mögen. Für einen YA-Roman war der Roman Gott sei Dank klischee-frei. Meine einzige echte Beschwerde ist, dass es nicht nötig gewesen wäre, die wiederholte Androhung sexueller Gewalt gegen Eon als Handlungsmittel einzusetzen. Das muss wirklich nicht sein, und eine Abwesenheit hätte der Story nicht geschadet. Ansonsten fand ich die Mythologie gut, denn wer liebt Drachen nicht? Übrigens cool, dass es einen Transgender-Charakter gibt, Lady Dela, die sogar eine glaubwürdige Liebesgeschichte bekommt.

Ich freue mich auf den Abschluss der Reihe in Band 2, Eona – Das Letzte Drachenauge.

Fazit:

(4 / 5) Wer asiatische Mythologie und Drachen mag, und dazu nichts gegen starke weibliche Hauptprotagonistinnen hat, dem möchte ich Eona – Drachentocher empfehlen. Der Bösewicht Lord Ido ist zwar etwas überzogen böse, aber das tat dem Roman keinen großen Abbruch für mich.

Autorin: Alison Goodman
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Blanvalet
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: Eon: Dragoneye Reborn
ISBN-10: 0857665553
ISBN-13: 9780857665553

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